Mittwoch, 14.01., 19.00 Uhr, Neue Synagoge, Synagogenplatz 1, 55118 Mainz:
Nie wieder ist jetzt!?
Gespräch der Verfolgtenverbände zum Verhältnis von Gedenkkultur und Rechtsruck
Mit Sorge beobachten die Verfolgtenverbände den Rechtsruck, die Normalisierung von Abwertung und Gewalt sowie den Aufstieg einer Partei, die extrem rechtes Gedankengut bis in die Führungsreihen vertritt. Diese Entwicklung untergräbt nicht nur unser friedliches Zusammenleben, sondern gefährdet das Fundament unserer Demokratie.
Wir möchten anlässlich des Gedenktags am 27.01. über die Rolle von Erinnerungsarbeit für eine Gegenwehr gegen die offene Infragestellung der Gleichwertigkeit aller Menschen sprechen und fragen: Welche Rolle spielen dabei die Stimmen der ehemaligen Verfolgten?
Denn deren Zeugnisse vermitteln die historische Erfahrung, was es bedeutet, wenn eine Republik Verschwörungsideologien und der Abwertung von Gruppen, die als Sündenbock fungieren, nicht entschieden entgegentritt. Die Entwicklung der 1930er-Jahre muss uns alle wachsam sein lassen!
Vertreterinnen und Vertreter des Beirats der Verfolgtenorganisationen sprechen über ihren Beitrag zur aktuellen Gedenk- und Erinnerungskultur im Licht der aktuellen Entwicklung.
Eine Veranstaltung des Beirats der Verfolgtenorganisationen:
– Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz
– Verband Deutscher Sinti und Roma (Landesverband Rheinland-Pfalz)
– QueerNet Rheinland-Pfalz e.V.
– VVN-BdA RLP
in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Rheinhessen-Nahe
Donnerstag, 15.01., 19.30 Uhr, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, 55116 Mainz:
Queere Gedenk- und Erinnerungskultur
Das Podiumsgespräch geht der Frage nach, was eine zeitgemäße queere Gedenk- und Erinnerungskultur ausmacht:
Was soll erinnert werden?
Wer erinnert sich und wie kommen verschiedene Stimmen zu Gehör?
Welche Forschung fehlt in Rheinland-Pfalz und wer könnte sie in Zukunft leisten?
Was kann die erinnerungskulturelle Landschaft von der Verfolgung queerer Menschen lernen?
Welchen Platz hat das Gedenken und Erinnern an die Verfolgung queerer Menschen in der Gedenk- und Erinnerungskultur des Landes?
Welche Repräsentanz haben queere Verfolgtengruppen in den Strukturen der Gedenk- und Erinnerungskultur?
Teilnehmende:
Jasmina Kreher (Historikerin)
Daniel Bog (Historiker, pädagogischer Mitarbeiter für den Förderverein Projekt Osthofen e.V. in der Gedenkstätte KZ Osthofen)
Franziska Meindler (Historikerin, Gedenkstätte KZ Buchenwald)
Joachim Schulte (Historiker, Pädagoge)
Eine Veranstaltung von QueerNet Rheinland-Pfalz
Alle Veranstaltungen zum 27.01. im Programmheft des Landtags Rheinland-Pfalz
